Schulhausbau in Äthiopien 2019 Ein Projekt von Hugo Waldner

5.615,00 € (112%) von € 5.000,00 finanziert
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Projekt erfolgreich
Das Crowdfunding ist beendet. Das Projekte kann deshalb nicht mehr unterstützt werden.
In Äthiopien können 60 % der Bevölkerung über 12 Jahre nicht lesen und schreiben, das ist erschreckend. Dank Mit.einander.at konnten wir seit 2016 in Bore, südlich von Addis Abeba, schon drei Schulen bauen und finanzieren. Das war ein Riesenerfolg. Im Januar 2019 reist unsere Idealisten-Gruppe wieder nach Bore, das auf einer Hochebene auf 2700 m.ü.M liegt. Unser neues Projekt: ein weiteres Schulgebäude für 150 Kinder, da grosser Bedarf besteht.
Ein Projekt von Hugo Waldner

5. Geschichte 2 – Löhne, Wasser etc.

28.11.2018, 11:11 Uhr | Äthiopien

Es ist eine ganz tolle, fleissige einheimische Mannschaft auf der Baustelle. Neben Profimaurern sind auch Taglöhner beschäftigt. Die Taglöhner verdienen hier in Bore im Schnitt zwischen 2 und 3 Euro pro Tag. Das scheint im Moment sehr wenig. Aus einer Fernsehreportage wissen wir, dass äthiopische ArbeiterInnen in einer chinesischen Schuhfabrik in der Hauptstadt Addis Abeba USD 25 (ca. EUR 22) im Monat verdienen, mit Überstunden USD 33 (ca. EUR 29). Erschwerend kommt noch dazu, dass seit 2017 die einheimische Währung um 30 % schwächer geworden ist. Das trifft die Bevölkerung sehr hart. Die Preise sind zum Teil sehr gestiegen.

Der Hauptschullehrer an unserer Schule verdient mit den Zulagen EUR 100.-- im Monat. Die Miete für seine etwas bessere Hütte beträgt EUR 15.-- im Monat. Somit hat er ca. EUR 85 übrig, um seine Familie zu ernähren. Das Traurige ist, dass 78 % der Bevölkerung in Äthiopien weniger als EUR 2 pro Tag verdienen. Als arm gilt, wer weniger als 1,25 US Dollar pro Tag verdient.

Für eine 1 ½ Liter Wasserflasche zahlen wir vor Ort ca. 30 Eurocents, also so viel wie in Österreic¬h. Einheimische können sich dieses saubere Trinkwasser nicht leisten.

Das Wasser für die Mörtelmischung des neuen Schulhauses muss in gelben 20 Liter Kanistern vom Tümpel hinauf auf die Baustelle getragen werden. Dieser Tümpel dient auch für zahlreiche Einheimische zum Wäschewaschen.

Export-Import:
Die Exporte aus Äthiopien entsprechen dem Gegenwert von jährlich ca. USD 3 Milliarden, die Importe betragen jedoch über USD 13 Milliarden, somit ergibt sich ein Finanzloch von 10 Milliarden USD pro Jahr. Das Land hat deshalb zurzeit gar keine Chance, aus eigener Kraft aus der Misere herauszukommen. Dazu kommen noch Dürre- und Hunger-Katastrophen.

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