Schulhausbau in Äthiopien 2019 Ein Projekt von Hugo Waldner

5.615,00 € (112%) von € 5.000,00 finanziert
27 Unterstützer
63 Fans
Projekt erfolgreich
Das Crowdfunding ist beendet. Das Projekte kann deshalb nicht mehr unterstützt werden.
In Äthiopien können 60 % der Bevölkerung über 12 Jahre nicht lesen und schreiben, das ist erschreckend. Dank Mit.einander.at konnten wir seit 2016 in Bore, südlich von Addis Abeba, schon drei Schulen bauen und finanzieren. Das war ein Riesenerfolg. Im Januar 2019 reist unsere Idealisten-Gruppe wieder nach Bore, das auf einer Hochebene auf 2700 m.ü.M liegt. Unser neues Projekt: ein weiteres Schulgebäude für 150 Kinder, da grosser Bedarf besteht.
Ein Projekt von Hugo Waldner

7. Geschichte 4 – Landwirtschaft

07.12.2018, 08:50 Uhr | Äthiopien

7. Geschichte 4 – Landwirtschaft
Unter der Rubrik „Worum geht es in diesem Projekt“ steht der Satz: „Unsere bisherigen Projekte in Bore sind im wahrsten Sinne des Wortes auf fruchtbaren Boden gestoßen“.
Bei „unseren“ Schulen ist es üblich, um nicht zu sagen „Bedingung“, dass auf dem Schulgelände auch Felder angelegt werden, um eigene Landwirtschaft zu betreiben. So lernen die Kinder auch den Ackerbau. Auf 2700 m gibt es wegen des Klimas allerdings Einschränkungen (kalte Nächte, tagsüber ca. 20 °C), deshalb wachsen hier keine Früchte. Dafür gibt es Gemüse wie Karotten, Weisskohl, Randen, Kartoffeln, Zwiebeln und Ensete (falsche Banane). Die Pflanze Ensete sieht aus wie eine Bananenstaude, an ihr wachsen aber keine Bananen. Es werden die Knollen und das „Fleisch“ in der Pflanze geerntet. Je nach Region wird es zu einer Art Brot verarbeitet oder zu einem Brei. Aus den Blättern und der Rinde werden Fasern für Seile, Matten oder Säcke hergestellt. Die Blätter werden auch als Verpackungsmaterial benützt.

Und wie wir jetzt wissen, wächst auch Getreide. Auf dem Schulgelände wurde Gerste angepflanzt und im Mai letzten Jahres wurden 500 kg Gerste geerntet. Der Verkauf dieser Gerste ergibt auch wieder einen finanziellen Zuschuss für die Schule. Und dieses Jahr wurden bereits Kartoffeln geerntet. Einige Kartoffeln wurden mit den Trieben noch im Boden gelassen. Auf unsere Frage, weshalb sie diese Kartoffeln nicht ernten, haben wir die plausible Antwort erhalten, diese Kartoffeln können sie wieder für einen weiteren Anbau benützen und ein Teil davon wird verkauft. Der Verkauf dieser ausgetriebenen Kartoffeln bringe mehr Geld ein, als die Kartoffeln zum unmittelbaren Verzehr.
Der Biologielehrer ist auch bemüht herauszufinden, welche anderen Gemüsesorten noch angebaut werden können und experimentiert. Das Schulgelände liegt übrigens auf Vulkangebiet mit einer guten Humusschicht. Hinter einem der Schulhäuser wurden sogar als Versuch Apfelbäume gepflanzt. Bis zu unserer Kontrolle im vergangenen Juli sind diese jungen Apfelbäume schon recht gewachsen. In der Umgebung haben wir auch Felder mit Weisskohl gesehen.

Auch in Äthiopien wurde in der Vergangenheit sehr viel Wald gerodet. Inzwischen ist man zur Erkenntnis gekommen, dass man unbedingt wieder aufforsten muss. Auch auf dem Schulgelände sind Nadelbäume angepflanzt worden. Der Baum, der aber am meisten angebaut wird, ist der Eukalyptusbaum. Das ist ein sehr schnell wachsender Baum, dessen Holz vor allem für den Bau von Hütten und für die Feuerstellen zum Kochen verwendet wird.

Seit September wissen wir auch, dass auf dem Schulgelände Zwiebeln angebaut wurden (siehe Foto).

Kommentare
Anmelden zum Kommentieren.

Vorarlberg braucht gute Ideen und Initiativen. Mit.Einander ist die Umsetzung einfacher. Die Crowdfunding-Plattform mit.einander.at hilft Vereinen und anderen gemeinnützigen Initiativen Projekte gemeinsam zu verwirklichen.