Schulhausbau in Äthiopien 2019 Ein Projekt von Hugo Waldner

5.615,00 € (112%) von € 5.000,00 finanziert
27 Unterstützer
63 Fans
Projekt erfolgreich
Das Crowdfunding ist beendet. Das Projekte kann deshalb nicht mehr unterstützt werden.
In Äthiopien können 60 % der Bevölkerung über 12 Jahre nicht lesen und schreiben, das ist erschreckend. Dank Mit.einander.at konnten wir seit 2016 in Bore, südlich von Addis Abeba, schon drei Schulen bauen und finanzieren. Das war ein Riesenerfolg. Im Januar 2019 reist unsere Idealisten-Gruppe wieder nach Bore, das auf einer Hochebene auf 2700 m.ü.M liegt. Unser neues Projekt: ein weiteres Schulgebäude für 150 Kinder, da grosser Bedarf besteht.
Ein Projekt von Hugo Waldner

Rückkehrbericht an alle Fans und Unterstützer:

20.02.2019, 18:14 Uhr | Äthiopien

Wir sind seit 10. Februar 2019 zurück von unserem Aufenthalt in Bore, Äthiopien,
Zur Erinnerung: Bore liegt 400 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba im äthiopischen Hochland auf 2700 m ü.M. Nachts ist es kalt, am Tag sind die Temperaturen in der jetzigen Trockenzeit angenehm, um die 20° C.

Die drei bisher gebauten Schulgebäude wurden inzwischen alle mit Wassertanks versehen, die während der Regenzeit gefüllt werden. Ein Tank dient zur Bewässerung der Pflanzungen auf dem Schulgelände, ein zweiter Tank ist für das Wasser der Toiletten bestimmt und das Wasser des dritten Tanks wird für die Reinigung der Schulgebäude verwendet.

Im Moment sind wieder Kartoffeln angepflanzt worden (im Anschluss an die Gerstenernte) und neu wurden auch Zwiebeln gesetzt. Die 24 Apfelbäume wachsen sehr gut. Des Weiteren sind 360 Baumsetzlinge gepflanzt worden, als Schutz rund um das Schulgelände und zur Aufforstung, da Holz zum Heizen und zum Kochen verwendet wird.

Die Bibliothek wird, wie wir sehen konnten, auch regelmässig benutzt.

In diesem Jahr hatten wir wieder einige Schwerpunkte in Bore:

1. Schulhaus-Neubau für 60 Kinder:
Vorgesehen war ein neues Schulgebäude. Inzwischen wurde festgestellt, dass anstelle eines Gebäudes für EUR 17´000, zwei gleichzeitig gebaute Gebäude EUR 26´000.— kosten. Das bedeutet eine Einsparung von EUR 8.000.--. Deshalb wurden neue Pläne eingereicht. Zwei alte baufällige Gebäude wurden abgerissen und müssen ersetzt werden. Dank Crowdfunding und weiteren Spenden waren bis Ende Dezember EUR 20´000 vorhanden. Es fehlen also noch EUR 6´000.--.

Bei unserer Ankunft wurde mit dem Abriss begonnen. In der Zwischenzeit sind die Arbeiten am Fundament für das neue Gebäude bereits fortgeschritten (siehe Foto).

Es waren wieder sehr fleissige Taglöhner auf der Baustelle, zwischen 10 und 15 Personen. Auch auf dieser Baustelle gibt es kein fliessendes Wasser, keinen elektrischen Strom und keine maschinellen Hilfsmittel.

Eingefügt ist auch ein Foto des Schulhauses, das 2018 fertiggestellt wurde, auf der einen Seite wurde es sogar schön bemalt.

2. Hilfe im Gesundheitswesen:
Für 23 Personen können wir professionelle medizinische Hilfe im 147 km entfernten Awassa ermöglichen, 9 weiteren Personen konnte lokal geholfen werden. Es waren vor allem zwei Krankheiten, die im Ort vorherrschen. 1. Die Krätze, verursacht durch hygienische Probleme. 2. Von den 22 Personen, die professionelle medizinische Hilfe benötigen, leiden die Hälfte davon unter einem gutartigen oder bösartigen Kropf oder Tumor, was es abzuklären gilt. Der Kropf ist zurückzuführen auf einen Jodmangel, der die Schilddrüse beeinträchtigt und diese anschwellen lässt. Aus dem Vorjahr wussten wir, dass hier grosser Bedarf an medizinischer Hilfe besteht und wir mehr finanzielle Mittel mitnehmen müssen. Die Gemeinde unterstützt uns bei der Organisation der Transporte und Betreuung der Patienten nach Awassa ins Krankenhaus. Zum Teil kamen die Personen zu Fuss aus einer Entfernung von 13 km in der Hoffnung auf Hilfe. Wir verzichten auf Fotos von Kranken, da viele davon nicht schön zum Ansehen sind.

3. Kleiderspenden:
Wir haben ca. 250 kg an Kleidern mitgenommen und verteilt oder verteilen lassen.
Die von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 2b Mittelschule Hörbranz gespendeten Kleider haben wir an die Schüler in Bore verteilt, die sich sehr gefreut haben.

4. Nähunterrichtsprojekt
Das Nähunterrichtsprojekt ist nun auch sehr gut angelaufen. Es gibt dafür einen separaten Raum auf dem alten Schulgelände. Neben drei fussbetriebenen Nähmaschinen sind neu auch drei elektrische Nähmaschinen von der Gruppe mitgebracht worden. Ein Gruppenmitglied von uns, ein gelernter Schneider, hat während 8 Tagen Unterricht an den elektrischen Nähmaschinen erteilt. Es wurden bereits fleissig Kleider repariert.

5. Schulgeld:
Einige Kinder können dank unserer finanziellen Hilfe kostenlos in die Schule gehen. Die Schule verlangt ja Geld für den Unterricht. Die staatlichen Schulen sind zwar kostenlos, aber die Schüler erreichen nicht das Bildungsniveau der privaten Schulen. Die Kinder, die wir ausgewählt haben, kommen aus finanziell sehr armen Familien, sind leicht körperbehindert oder sind Waisenkinder. Es gilt zu betonen, dass es natürlich nicht bei einem Schuljahr bleibt, sondern dass wir auch dafür sorgen werden, dass die Kinder mindestens 8 Jahre in die Schule gehen können.

Wir hatten nicht mehr so viele zerrissene Kleider bei den Kindern gesehen wie in den letzten Jahren, vielleicht auch eine Auswirkung unserer vielen Kleiderspenden. Es gäbe noch viel zu erzählen. Wir bereiten wieder einen Foto-Vortrag vor und melden uns wieder.

Ganz herzliche Grüsse
Hugo Waldner und das ganze Team um Adolf Hölzlsauer und Gerhard Katzlberger

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