Toms Traum von Tokio 2020 Ein Projekt von Thomas Flax

13.150,00 € (109%) von € 12.000,00 finanziert
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152 Fans
Projekt erfolgreich
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Anfangs war es noch eine Vision. Jetzt wurde es zur Mission: Die Eröffnungsfeier der paralympischen Spiele am 25. August 2020 in Tokio, Japan. Um sich diesen sportlichen Lebenstraum zu erfüllen, braucht es Mut, Einsatz und reichlich Unterstützung. Lediglich die besten 40 Rollstuhltennisspieler der Welt qualifizieren sich für das wichtigste Sportevent dieser Art. Garantie gibt es keine. Nur einen Mann, seinen Rollstuhl und 18 Monate pures Herzblut für diesen einen großen Traum.
Ein Projekt von Thomas Flax

Die beste Antriebsfeder: Dankbarkeit

20.05.2019, 12:53 Uhr | Thomas Flax

Am Donnerstag, den 6. Juni geht’s also endlich los. Mit den internationalen „Carinthian Open“ in Warmbad bei Villach beginnt die Qualifikationsphase für die paralympischen Spiele 2020 in Tokio. 52 Wochen. 22 Turniere. 1 Ziel.

Eine intensive Vorbereitung liegt hinter mir: Statt den „gewohnten“ 6 Stunden Sport pro Woche, schraubte sich das Pensum seit November auf bis zu 15 Wochenstunden hoch. Mit Querschnittslähmung ab Brusthöhe kam ich allerdings schnell drauf, dass das nicht unbedingt schlau war. Zack: Erste Infekte. Als Rollstuhlfahrer eigentlich nichts Besonderes, hier aber ein ernstes Warnsignal. Ich machte etwas falsch. Es war schlichtweg zu viel. Regeneration, Ernährung und eine schlauere Tagesplanung nahmen dann ab Anfang des Jahres einen enormen Einfluss auf die Qualität des Trainings. Tennis, Ausdauer, Kraft. Und: Massagen, Sauna, Schwimmen. Es ging stetig bergauf. Dazu noch ein paar Aufgaben im Büro. Die Wochen bis Ende März waren prall gefüllt.

Nach dem Trainingslager im Bundessportzentrum in der grünen Steiermark bei Schileiten im Februar standen Vorbereitungsturniere in Biel (CH), Vilamoura (PRT), Büchlberg (GER), Padova (ITA) und Bulle (CH) auf dem Programm. Fazit: Der sensationelle Turniersieg in Bayern und der überraschende Halbfinaleinzug bei den italienischen „Confapi Open“ kennzeichnen die Entwicklung auf das nächsthöhere Level. Freude pur.

Zu diesen großen Fortschritten kam es aber vor allem, weil ich ganz einfach „Spaß am Tennisspielen“ hatte. Egal ob Partien über drei Stunden dauerten, der Platz eine Katastrophe war oder der Schiedsrichter gegen mich entschied. Ja sogar, wenn ich nicht gut spielte. Immer hatte ich das Wissen, privilegiert zu sein.

Nach dem Unfall im Juli 2007 war Sport noch absolut undenkbar. Ein Job? Mit Glück vielleicht. Eine Freundin? Kannst du dir abschminken. 12 Jahre später fiebern knapp 200 bekannte und unbekannte Freunde aus Nah und Fern mit mir auf diesem weiteren für mich prägenden Lebensweg mit. Die Familie und meine Freundin (auch das hat geklappt) unterstützen diesen „Wahnsinn“. Das verleiht mir Leichtigkeit. Das Rezept: Dankbarkeit als Antriebsfeder.

Was bringen also die nächsten Wochen und Monate? Im Juni werde ich mein Glück in die eigenen Hände nehmen und zwei Turniere in Kanada bestreiten, alleine. Diese Erfahrung möchte ich unbedingt machen. Direkt anschließend geht’s dann nach Zürich, Genf und Turin. Vom 2. bis 4. August finden in Koblach/Vorarlberg die Österreichischen Meisterschaften im Rollstuhltennis statt und ich würde mich mega freuen, viele von euch dort direkt vor Ort zu treffen!

Also dann: Lasset die Spiele beginnen!

Bis bald
Euer Tom

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